
Die neue Zertifizierungs- und Technologiegeneration ist da.
TSE 2.0 und CASPOS 4.10
Um einen reibungslosen und gesetzeskonformen Betrieb Ihrer Kassensoftware sicherzustellen, möchten wir Sie frühzeitig über wichtige Entwicklungen und eine empfohlene Aktualisierung informieren.
Die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) der Generation 2.0 bietet im Vergleich zur ersten Version modernste BSI-Sicherheitsstandards, schnellere Signaturzeiten und eine verbesserte Skalierbarkeit für Kassen- und Fiskalsysteme. Sie stellt sicher, dass Unternehmen für kommende gesetzliche Anforderungen gerüstet sind.
Sie bildet die zukünftige Basis für fiskalische Hardware‑Integrationen im deutschen Kassensystem‑Ökosystem und ist konsequent auf langfristige Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und eine stabile Integration ausgelegt.
Wichtigste Vorteile der TSE 2.0:
- Höhere Leistung: Schnellere Verarbeitungs- und Signierzeiten bei Transaktionen sorgen für einen flüssigeren Kassenbetrieb im Alltag.
- Aktuelle BSI-Zertifizierung: Erfüllt strikte, neue Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik für langfristige Rechtssicherheit.
- Langfristige Investitionssicherheit: Bessere Vorbereitung auf kommende gesetzliche Änderungen und Ersatz für auslaufende 1.0-Zertifikate.
- Zukunftssichere Technologie: Bessere Hardware- und Software-Architektur (z. B. über aktualisierte SDKs) für nahtlose Migrationen ohne Systembrüche
Viele Betriebe warten zu lang mit der Umstellung.
Wenn die bisherige TSE ausläuft oder nicht mehr zertifiziert (meist nach 3 bis 5 Jahren), die Hardware defekt ist oder der Speicher voll wird ein Wechsel dringend notwendig. Eine Verlängerung ist bei Hardware-TSEs nicht möglich. Zudem müssen neue oder getauschte TSEs elektronisch an das Finanzamt gemeldet werden.
Gründe für den TSE-Wechsel:
- Ablauf des Zertifikats: Die ersten Hardware-TSEs aus den Jahren 2019/2020 erreichen das Ende ihrer zertifizierten Laufzeit. Ist das Zertifikat abgelaufen, arbeitet die Kasse nicht mehr gesetzeskonform.
- Defekt oder Speicherkapazität: Bei beschädigten USB-Sticks/SD-Karten oder vollem Protokollspeicher ist ein Tausch unumgänglich.
- Rechtliche Folgen: Eine abgelaufene TSE führt dazu, dass Belege nicht mehr korrekt signiert werden. Dies kann bei Betriebsprüfungen zu Bußgeldern führen.
Ein TSE-Wechsel wird kommen. Warten Sie nicht länger.
Jetzt wechseln und entspannt weiter kassieren!
Alle CASPOS-Versionen ab 4.10 verfügen über eine erneuerte Signaturschnittstelle (SDK/API), welche die einfache Integration einer TSE 2.0 ermöglicht.
Kontaktieren Sie noch heute Ihren Fachhändler:
Ihr betreuender Fachhändler berät Sie gerne zu allen Details und unterstützt Sie beim Wechsel.
Gesetzlicher Hintergrund
2026 wurde die Zertifizierungslandschaft geändert:
Die KassenSichV wurde am 14. Januar 2026 per Rechtsverordnung geändert.Die aktuelle Fassung enthält insbesondere neue Regelungen zur Zertifizierung in § 11. Zudem hat das BMF seine FAQ zur TSE 2026 aktualisiert.
Der wesentliche Punkt ist die Weiterentwicklung der BSI-Spezifikationen und Zertifizierungsgrundlagen, wobei entsprechende Schutzprofile eine Rolle spielen.
Vorgeschrieben werden unter anderem erweiterte Pflichtangaben auf Belegen und in der Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) – wie der exakte Zeitpunkt von Transaktionsbeendigungen. Weitere Auswirkungen betreffen die Schnittstelle – die DSFinV-K-Exportformatvorgaben müssen die neuen Datenpunkte fehlerfrei übertragen.
Und auch ein Entwurf für die neue DSFinV-K 3.0 wird voran getrieben, mit engeren Vorgaben für die strukturierte Datenübergabe und taggenauen Exporten für das Bundesfinanzministerium.

